Längere Arbeitszeit für EU-Beamte geplant
Die Wochenarbeitszeit von 45.000 EU-Beamten soll von 37,5 Stunden auf eine 40-Stunden Woche erhöht werden, ebenso soll das Pensionsalter von 63 auf 65 Jahre festgesetzt werden. Weiterhin sieht der Vorschlag der EU-Kommission vor, das Mindestalter für Frühpensionierungen heraufzusetzen, von 55 auf 58 Lebensjahre. Eine Reduzierung der Beamtenschaft in den EU-Institutionen von fünf Prozent ist ebenfalls vorgesehen, damit Einsparungen von 2 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 möglich sind. Darüber hinaus soll sich die Methode zur Berechnung der Lohnentwicklungskosten ändern, die jährlich vorgenommen wird. Hierbei sollen künftig zehn Länder herangezogen werden, das setzt die Einbeziehung Polens und Schwedens voraus. Selbst eine Gehaltssteigerung soll an „schwierigen Zeiten“ gekoppelt sein, d. h. nach dem Vorschlag der Kommission wäre es dann möglich, Gehaltserhöhungen auszusetzen. Es gab in der Finanzkrise öffentliche Kritik, weil die Beamten auf dem Höhepunkt der Krise höhere Gehälter erhielten. Die Methode der EU-Kommission wird stark kritisiert.
(Quelle: Financial Times Deutschland vom 1. Juli 2011)