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Diskriminierung von Kassenpatienten

Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen werden von Ärzten bei der Terminplanung gegenüber den privat Versicherten deutlich benachteiligt. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der AOK Rheinland/Hamburg. Dafür wurden mehr als 800 Telefonate mit Facharztpraxen geführt, indem sich der AOK-Beauftragte zunächst als Kassenpatient, dann als Privatpatient einen Termin geben ließ. Bei den Radiologen waren es 52 Tage Unterschied zugunsten der Privatpatienten. Beim Augenarzt musste ein gesetzlich versicherter Patient 21 Tage länger warten.

Wilfried Jacobs, Chef der AOK Rheinland/Hamburg, sieht nur eine Möglichkeit, dieses diskriminierende Verhalten abzustellen: Künftig solle man den Kassen das Recht geben, die Zusammenarbeit mit Fachärzten, die gesetzlich Versicherten lange Wartezeiten zumuten, aufzukündigen. Aus der Umfrage lässt sich schließen, das auch andere Bundesländer von der Problematik ähnlich betroffen sind.

(Quelle: Spiegel Nr. 29/2011 vom 18. Juli)

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